Lagerung und Gefahren der Trockenheit

Die richtige Luftfeuchtigkeit für ein Streichinstrument liegt zwischen 40% und 65%. Bei einer Luftfeuchtigkeit unter 40% können Risse entstehen. Im Winter, insbesondere bei längeren Kälteperioden sollten Sie die Luftfeuchtigkeit kontrollieren. Rutschende Wirbel sind ein erster Hinweis auf eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Beugen sie vor, indem sie Wasserbehälter am Heizkörper aufhängen oder einen Luftbefeuchter nutzen. (Siehe auch 3D-Befeuchter)

Vorsicht: Analoge Hygrometer (Haarhygrometer) können sehr unzuverlässig messen, wenn sie nicht ca. 2 mal im Jahr regeneriert werden. Dazu Hygrometer für ca. 1h in feuchte Tücher einpacken und sofort auf 100% eichen.

Hygrometer und Dampit

Digitale Hygrometer mit guter Messgenauigkeit
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Eine gute Sicherheit bietet der Dampit. Der Dampit ist ein Schlauch, der durch das f-Loch ins Instrument gehängt wird und dort kontinuierlich Wasser verdunstet. Bei grosser Trockenheit muss der Schlauch täglich benetzt werden. Im Instrumentenkasten können Sie mit dem Dampit ein Mikroklima mit höherer Luftfeuchtigkeit erzeugen. Belassen Sie darum in zu trockenen Räumen das Instrument zur Aufbewahrung  im Kasten.
Das Instrument darf nie auf einem Boden mit eingeschalteter Bodenheizung gelagert werden. Ihr Instrument ist beim Lüften mit kalter, trockener Luft besonders gefährdet. Diese kann dem Instrument in kurzer Zeit so viel Feuchtigkeit entziehen, dass eine starke Rissgefahr besteht.  Eine ausführlichere Erläuterung und die physikalische Grundlagen gibt unsere Seite "Wie Risse entstehen".

Gefahren zu großer Hitze

Gefahr droht Ihrem Instrument auch bei hohen Temperaturen, etwa im Auto an der Sonne. Lacke werden schon ab circa 50°C weich. Sie bekommen dann Abdrücke vom Etui oder können sogar Blasen bekommen.